Du bist schon seit Jahren hinter der Theke deiner Lieblingsbar? Du bist Profi im Service? Du jobbst in den Ferien immer an der Rezeption?

Doch irgendwie wäre es schöner, das auch mal in England auszuprobieren? Dann los!

Voraussetzungen

Leichter tut man sich, wenn man mindestens das Sprachniveau B1 mitbringt. Außerdem sind Vorerfahrungen eine große Hilfe, um überhaupt eingestellt zu werden. Weiterhin ist es in der Hotel- und Gastronomiebranche essentiell, Bereitschaft zu hohem Arbeitseinsatz mit Wochenendarbeit und Schichtdienst mitzubringen. Übrigens: Wer die EU-Staatsbürgerschaft hat, braucht sich um die Aufenthaltsgenehmigung/ Visa (anders als in den USA/ Australien/…) keine Gedanken zu machen. Allerdings sollte man genügend Zeit und ein Pufferbudget einplanen: Einen Monat kann die Jobsuche durchaus in Anspruch nehmen, falls man nicht durch ein Jobvermittlungsprogramm oder privates Engagement bereits fündig geworden ist. Lohnen würde es sich, 9-12 Monate Zeit zu haben, da Sommerferienjobs zwar auch möglich sind, jedoch schwerer zu bekommen sind.

Vorbereitungen

Für das Arbeiten im Ausland gibt es diverse Optionen:

Wer selbstständig plant, braucht entsprechenden Vorlauf und vermutlich einen langen Atem, denn Unterkunft, Job, ein eventueller Sprachkurs und Versicherungen müssen geklärt werden. Wer sich über professionelle Agenturen vermitteln lässt, muss wiederum einplanen, dass diese natürlich entsprechende Gebühren verlangen. Allerdings sind dabei auch die Kosten für einen vorbereitenden Sprachkurs oft inklusive.

Rahmenbedingungen

Die Bezahlung variiert je nach Stelle: Teils handelt es sich um ein „Taschengeld“ zusätzlich zu Kost und Logie, teils wird man regulär bezahlt. Der Mindestlohn beträgt in England jedenfalls für 18-20jährige 4,98 GBP, ab 21 Jahren 6,19 GBP. Außerdem sollte man sich auf eine Wochenarbeitszeit von etwa 40 Stunden einstellen (meist mit 1-2 Tagen frei). Wichtig ist auch, dass man über den „National Health Service“ versichert ist.

Aus sprachlicher Sicht

Ein Praktikum oder Job im Ausland macht auf dem Bewerbungsschreiben Eindruck, allerdings sollte man bedenken, dass man zwar ständig Kontakt zu neuen Leuten hat, jedoch die Gefahr besteht, bei einer relativ einseitigen Arbeit oder Hilfstätigkeit auch nur ebenso einseitiges Vokabular und Grammatikstrukturen zu verwenden. Nichtsdestotrotz bleibt natürlich der Vorteil, sich im englischsprachigen Ausland zu befinden und damit im authentischen Kontext, sodass man alltäglich mit einer Vielzahl an Kommunikationssituationen konfrontiert ist. Im Vergleich zu einer Sprachreise, bei der man durch intensive Sprachkurse sicherlich die Grammatik schult, ist der Aufenthalt länger und man trifft mit „Menschen vor Ort“ zusammen, was bei einer Sprachreise- abgesehen von kleinen Ausflügen und der Gastfamilie- in geringerem Maße gegeben ist.